ingenieurbüro für interdisziplinäre konzeption von anlagen der technischen gebäudeausrüstung

Wettbewerb Phase II

Guter Hirte 

Ulm - Böfingen

Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Architekt Prinz aus Baienfurt - wir zeichnen für das Energiekonzept .

Passive Solarnutzung:

 

Die passive Solarnutzung verwendet die Sonnenwärme, um die Gebäudeheizung zu unterstützen und einen möglichst großen Teil des Wärmebedarfs zu decken. Wichtig ist die Hauptausrichtung des Gebäudes nach Süden, ein kompakter Baukörper mit kleiner Hüllfläche, ein guter Wärmeschutz und die Orientierung der Aufenthaltsräume zur Sonnenseite.

 

Anlehnglashäuser ...........Die diffuse Sonnenstrahlung bewirkt wie die direkte Besonnung durch den Treibhauseffekt eine Erwärmung von Luft und angrenzenden Bauteilen. Der entstehende warme Luftpolster verringert die Transmissionswärmeverluste von Fenster und Wand.

 

Bei dem Gebäude wird neben hohen Dämmstandards und der passiven Nutzung von Solarenergie auf eine durchdachte Haustechnik gesetzt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Eine schnell reagierende Einzelraumregelung, die künstliche Beleuchtung, Steuerung von Verschattungselementen, Lüftung und Beheizung der Räume und Anwesenheit der Nutzer einbindet, findet weitgehend Anwendung. Der Einsatz von energiesparenden Verbrauchern (Beleuchtung, Pumpen, etc.) und eine ausgeprägte Nutzung des Tageslichtes sind weitere angewendete Konzepte. An die mechanische Entlüftung des Gemeindehauses ist eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung (>60%) die der Abluft Wärme entzieht und für Heizungszwecke nutzt. Zusätzlich sorgt im Gemeindehaus ein Luft-Erdwärmetauscher im Sommer für kühlere und im Winter für vorgewärmte Zuluft. Zur Vermeidung von sommerlicher Überhitzung ist eine Nachtlüftung der Gebäudemassen und am Tag eine entsprechende Regelung von Verschattungselementen vorgesehen.

 

Bauökologie:

 

Im Projekt ist eine Regenwassernutzung vorgesehen. Für Toilettenspülung, Reinigungszwecke und Bewässerung der Außenanlagen wird das vom Dach aufgefangene Regenwasser genutzt und damit der Trinkwasser-verbrauch pro Jahr um ca. 700 m³ reduziert. Angedacht ist die Versickerung von nicht genutztem Regenwasser in einer als Feuchtbiotop ausgeführten Mulde.  Hier wird das Regenwasser der nicht begrünten Dächer aufgefangen und in einer Zisterne gesammelt. Pumpen befördern das Wasser zu den WC-Spülkästen, Waschmaschinen, Bewässerungs-anschlüssen der Grünanlagen. Durch wassersparende Armaturen und Spülkästen können etwa 15 Prozent des bei konventionellen Installationen notwendigen Trinkwasserbedarfs eingespart werden. Das Regenwasser ersetzt weitere 30 bis 35 Prozent Trinkwasser.

 

Aktive Solarnutzung:

 

Durch den Einsatz einer thermischen Solaranlage werden in den Sommermonaten und teilweise in der Übergangszeit ( Frühjahr/Herbst) der Warmwasserbedarf zu 100 % gedeckt – prognostiziert werden ca. 30.000 kWh Wärmeenergie per anno, die darüber hinaus mit ca. 20 % einen Beitrag zur Beheizung der Gebäude leistet. Die Installation der 50 qm großen Anlage erfolgt jeweils mit 20 qm auf dem Gemeindehaus, mit 10 qm auf dem Pfarrhaus und mit 20 qm auf dem Kindergarten. Entgegen der Phase 1 des Wettbewerbs wird die erzeugte Wärme nicht ins Verteilnetz eingespeist, sondern erwärmt dezentral in den einzelnen Gebäuden über entsprechende Warmwasser- und / oder Pufferspeicher das Trinkwasser und dient der Heizungsunterstützung. Begründet wird die Änderung des Konzepts zum einen mit dem hohen Temperaturniveau des Fernwärmenetzes ( im Sommer 70°C, im Winter bis zu 110°C) und den auch nach der Sanierung noch notwendig hohen Vorlauftemperaturen im Wärmeverteilnetz ab Gemeindehaus.

Das Einsparpotential der Solaranlage liegt jährlich bei ca. 8.750 kg CO2 .

Die negative CO2-Bilanz wird des weiteren erreicht durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 36 kWp, die jährlich ca.

34.414 kWh solaren Strom direkt ins öffentliche Netz einspeisen wird ; die auf dem Dach der Kirche errichtete Anlage erspart der Umwelt ca. 24 t CO2 pro Jahr.

 

 

Zusammenfassung der verwendeten Strategien und Technologien

 

 

Energieeinsparung und rationelle Energienutzung am Gebäude

Solarkonzepte und Verwendung erneuerbarer Energie am Gebäude

kompakte Bauweise (niedriges A/V-Verhältnis)

Verwenden erhöhter Wärmedämmung

Vermindern von Wärmebrücken

Vermindern äußerer Kühllasten ( Transparenz, Sonnenschutz)

Einsatz energie-effizienter Fenster und Verglasungen

Nutzen der Gebäudemasse als sommerlicher Wärmepuffer

passive Solarenergienutzung durch Glasvorbau (Süd-Ausrichtung)

   

Wärmerückgewinnung

energie-effiziente Beleuchtung

energie-effiziente Lüftung / Klimatisierung

Vermindern der internen Lasten (Beleuchtung)

Einsatz einer Gebäudeleittechnik

Solarthermische Anlage

Fotovoltaikanlage

 

 

Gesamt-Einspar-Potential

 

 

Gebäude

Bestand

 

Sanierung

 

Prozent

 
             

Pfarrhaus

35.770,00

kWh

22.352,38

kWh

37,51

%

KiGa

67.930,00

kWh

39.130,65

kWh

42,40

%

Gemeindehaus

119.100,00

kWh

67.068,36

kWh

43,69

%

Kirche

83.000,00

kWh

72.390,15

kWh

12,78

%

             
             
 

305.800,00

kWh

200.941,54

 

kWh

   
             

Weitere Maßnahmen

           
             

Regelungstechnische Maßnahmen Heizung

 

20.000

kWh

10,00

%

Lüftungsanlage mit WRG (Gemeindehaus)

 

0,00

kWh

10,00

%

Thermische Solaranlage

           

zur Brauchwasserbereitung u. Heizungs-

         

unterstützung (NT-Heizsysteme)

   

25.000,00

kWh

10,00

%

             
             

Prognostizierter Wärmebedarf

   

155.941,54

kWh

49,01

 

 

 

 

1,00

MWh

143,00

kg CO2

     

CO2-Ausstoß

1,00

kWh

0,14

kg CO2

 

43.729

kg/a

44

t/a

                 
     

Sanierungsmaßnahmen

   

-22

t/a

     

durch PV-Anlage

   

-25

t/a

     

durch Solarkollektoren

 

-9

t/a

                 
                 
     

Ergebnis

     

-56

t /a

                 
       
       

das heißt, der Bestand verursacht derzeit einen CO2-Ausstoss von ca. 44 tonnen pro Jahr.

Durch den Einsatz von bautechnischen, wärmedämmenden Massnahmen

 

und der Nutzung regenerativer Energieformen  werden der Umwelt jährlich 56 tonnen CO2 erspart.

 

                   

Warnung: Keine Bilder im angegeben Ordner vorhanden. Bitte Pfad kontrollieren!

Debug: angegebener Pfad - http://www.ib-sigmund.de/images/stories/guterhirte